Vermieterrechtsschutz – das sollten Sie wissen!

Vermieter von privaten oder gewerblichen Immobilien haben es in Deutschland nicht immer leicht, sich mit ihren Mietern zur Zufriedenheit aller zu arrangieren. Nicht selten gibt es Streitigkeiten und Diskrepanzen, die oftmals nicht mehr auf friedlichem Wege beigelegt werden können. Der Vermieterrechtsschutz hilft in diesen Fällen durch die Übernahme der Kosten, das Recht des Vermieters durchzusetzen und wenn nötig einen Gerichtsprozess zu führen.

Der Vermieterrechtsschutz im Überblick

Eine gerichtliche Auseinandersetzung zwischen Mieter und Vermieter ist oft nicht nur ärgerlich, sondern sie ist auch mit hohen finanziellem Aufwand verbunden. Schließlich müssen Vermieter einen Anwalt beauftragen, der den Fall übernimmt und letztlich auch die Kosten für die Gerichtsverhandlung finanzieren, sollte eine gütliche Einigung aufgrund der vorhandenen Differenzen nicht mehr möglich sein. Die dabei anfallenden Kosten können je nach Streitwert mehrere tausend Euro betragen und müssen privat übernommen werden. Viele Vermieter können diese Kosten jedoch kaum tragen und verzichten daher mitunter auf den Rechtsstreit und damit auf die Durchsetzung ihrer Rechte.

Vermieter sollten daher mit dem Kauf des Objektes nicht nur eine Wohngebäudeversicherung vereinbaren, sondern auch den Vermieterrechtsschutz abschließen. Dieser Vertrag kann, je nach Versicherungsgesellschaft, entweder als eigenständiger Rechtsschutzvertrag oder aber in Kombination mit dem Privatrechtsschutz vereinbart und damit als Zusatzversicherung abgeschlossen werden. Versicherungsnehmer können sich mit dem Rechtsschutz gegen Rechtsklagen versichern, die in Zusammenhang mit dem vermieteten Objekt eingereicht werden. Versichert sind somit Klagen der Mieter gegen die erstellte Nebenkostenabrechnung oder auch Klagen, die in Verbindung mit einer ausgesprochenen Kündigung stehen. Aber auch dann, wenn der Vermieter ausstehende Mieten einklagen oder eine gerichtliche Räumung beauftragen möchte, können diese Verträge helfen und die dabei entstehenden Kosten übernehmen. Der Vertrag schützt den Vermieter somit auch davor, dass ein eventueller Gerichtsprozess zu hohe Kosten verursacht und womöglich finanzielle Folgen hat.

Die Leistungen vom Vermieterrechtsschutz

Der Vermieter-Rechtsschutz tritt in vielen Bereichen des täglichen Vermieteralltags ein und hilft, mögliche Streitigkeiten zu klären und die Rechte des Vermieters notfalls vor Gericht durchzusetzen. So leistet der Versicherer zum einen in Fragen des Grundstücks- und Wohnungsrechts und regelt alle Rechtsstreitigkeiten, die direkt mit dem vermieteten Objekt in Verbindung stehen. Zusätzlich leistet die Versicherung im Bereich Ordnungsrecht und übernimmt die Kosten, wenn Ordnungswidrigkeiten verhandelt werden müssen. Wenn hingegen steuerliche Gelder einzogen werden sollen, tritt der Steuerrechtsschutz ein, der im Vermieterrechtsschutz ebenfalls enthalten ist. Gleiches gilt für das Strafrecht, der ebenfalls in den Vertrag einbezogen ist. Er tritt ein, wenn Angelegenheiten geklärt werden müssen, denen ein konkretes Strafverfahren zugrunde liegt.

Sollte eine der vorgenannten Rechtsstreitigkeiten vorliegen, kann die Versicherung in Anspruch genommen werden. Sie übernimmt dann die Kosten für den Anwalt und übernimmt auch die Gebühren der Gerichte, die in den jeweiligen Instanzen fällig werden. Dabei trägt der Vermieterschutz nicht nur die eigenen Kosten, sondern übernimmt auch die Gelder der Gegenseite, wenn der Prozess verloren wird. Zusätzlich trägt der Rechtsschutz die Kosten für Gutachter oder Zeugen. Sollte ein Prozess im Ausland geführt werden müssen, wird auch der Aufwand für die nötige Übersetzung oder die Reisekosten übernommen. Durch diese umfangreichen Leistungspunkte stellt der Vertragspartner sicher, dass ein Gerichtsprozess ohne Lücken geführt werden kann und möglichst gewonnen wird.

Diese Leistungen vom Vermieterrechtsschutz im Überblick:

  • Übernahme der Kosten im Wohnungs- und Grundstücksrecht
  • Leistungen im Ordnungs- und Steuerrecht
  • Finanzierung der Anwalts- und Gerichtskosten
  • Übernahme von Gutachterkosten und Zeugengeldern
  • Leistungen auch im Ausland

Die Vorteile vom Vermieterrechtsschutz

Vermieter sind häufig mit vielen Aufgaben beschäftigt. Zudem wird die Vermietung häufig nicht hauptberuflich, sondern lediglich im Nebenerwerb vorgenommen. Vielfach fehlt deshalb einfach die Zeit, sich bei einem anstehenden Gerichtsprozess um die Klärung der Situation sowie die dabei anfallenden Kosten zu kümmern. Der Rechtsschutz greift dem Vermieter jedoch unter die Arme und hilft ihm zum einen, sein Recht durchzusetzen. Hierfür werden Anwälte und Gerichte finanziert, zudem können auch die Aufwendungen für Zeugen und Gutachter übernommen werden. Zum anderen vermittelt die Rechtsschutzversicherung spezielle Fachanwälte, die in diesem Gebiet bereits viele Erfahrungen vorweisen und so jedem Kläger zu seinem Recht verhelfen können. Vermieter müssen sich so nicht selbst um die Durchsetzung ihrer Rechte sowie um die Finanzierung des Verfahrens kümmern, sondern können sich vollumfänglich auf die Versicherung verlassen.

Vermieter haben durch die unterschiedlichen Tarife der Versicherungsunternehmen zudem die Möglichkeit, die Kosten vom Vermieter Rechtsschutz selbst zu beeinflussen. Als Grundlage zur Berechnung der Versicherungsprämie dient zum einen der Leistungsumfang des Vertrages, denn je umfangreicher die Versicherung leistet, desto höher ist der Versicherungsbeitrag. Zum anderen ist es möglich, den Selbstbehalt individuell festzulegen, denn auch hier gilt, dass der Versicherungsbeitrag sinkt, wenn die Selbstbeteiligung entsprechend hoch vereinbart wird. Zudem können Versicherungsnehmer auf Wunsch mit anderen Rechtsschutzversicherungen wie dem Privatrechtsschutz oder dem Verkehrsrechtschutz kombinieren. Auch diese Versicherungsbereiche sind im täglichen Leben enorm wichtig und können so in nur einem Vertrag abgesichert werden.

Diese Vorteile bietet der Vermieterrechtsschutz:

  • Übernahme aller Kosten, sodass sich Vermieter vollumfänglich auf den Prozess konzentrieren können
  • Durch Vermittlung von Fachanwälten werden alle Rechte vollumfänglich ausgeschöpft
  • Individuelle Versicherungsbeiträge nach Selbstbehalt und Leistungsumfang
  • Kombination mit anderen Rechtsschutzversicherungen möglich

Für wen der Vermieterrechtsschutz sinnvoll ist

Der Vermieterschutz ist eine spezielle Rechtsschutzversicherung, die ausschließlich an Vermieter vermittelt wird. Schließlich tritt sie in allen Rechtsfragen ein, die zwischen einem Vermieter und seinen Mietern auftreten können und hilft, diese schnell und möglichst unbürokratisch zu regulieren. Sollte dies nicht möglich sein, wird der Versicherer auch vor einem Gerichtsprozess nicht zurückschrecken und die dabei entstehenden Kosten übernehmen.Der Versicherer ist somit für alle Vermieter von enormer Bedeutung, denn Rechtsstreitigkeiten kommen in der heutigen Zeit immer häufiger vor. Viele Mieter verfügen zudem über einen Mieterrechtsschutz und haben so ebenfalls die Möglichkeit, Fragen im Zusammenhang mit der Nebenkostenabrechnung oder andere Streitigkeiten gerichtlich zu lösen. Wer also mit seinen Mietern auf Augenhöhe verhandeln möchte, sollte auf den Vermieter Rechtsschutz nicht verzichten und diesen möglichst sofort bei Kauf des Objektes oder der Unterschrift der Mietverträge abschließen. Zu beachten ist nämlich, dass vielfach Wartefristen eingehalten werden müssen, sodass die Versicherung nicht sofort leistet. Wer den Vertrag erst dann vereinbart, wenn bereits Ärger droht, muss womöglich mit einer Ablehnung durch die Versicherung rechnen.

Für diese Personen ist der Vermieterrechtsschutz sinnvoll:

  • Vermieter privater Wohnungen und Häuser
  • Vermieter gewerblicher Objekte
  • Vermieter von Ferienwohnungen und Ferienobjekten
  • Besitzer ausländischer Immobilien, die an Urlauber vermietet werden

Der Vermieterrechtsschutz und seine optimale Ausgestaltung

Rechtsschutzversicherungen können bei den verschiedenen Versicherungsunternehmen ganz individuell und nach den eigenen Wünschen vereinbart werden. Auch dieser Baustein muss nicht als eigenständiger Vertrag vereinbart werden, sondern steht in Kombination mit anderen Versicherungsbausteinen zur Verfügung. So hat jeder Vermieter die Möglichkeit, sich nach seinem Bedarf abzusichern und bei Rechtsfragen jederzeit gerüstet zu sein. Mit dem Versicherungsvergleich ist es zusätzlich möglich, den günstigsten Vertrag zu vereinbaren und trotz umfangreicher Absicherung Beiträge zu sparen.

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